S4: Vernissage zur Ausstellung „Ukrainisch - 150 Jahre Widerstand“

Ein tief bewegender Einblick in die Geschichte und Gegenwart der Ukraine: Am 27. September 2026 öffnet das Ukrainische Haus am Schillerplatz in Saarbrücken seine Türen für eine ganz besondere Vernissage.
Mit der Plakatausstellung „Ukrainisch – 150 Jahre Widerstand“ setzt der Verein UkraineFreundeSaar e.V. ein weiteres, kraftvolles Zeichen für Freiheit, kulturelle Identität und das europäische Miteinander.
Die Schau fügt sich perfekt in das diesjährige Motto der Interkulturellen Woche ein: Sie bietet den Besucherinnen und Besuchern nicht nur historische Aufklärung, sondern schafft vor allem einen geschützten Raum für interkulturellen Dialog, gegenseitiges Verständnis und persönlichen Austausch zwischen den Kulturen.
Der historische Hintergrund: Warum diese Schau perfekt zur Interkulturellen Woche passt
Der historische Anlass der Ausstellung greift ein Ereignis auf, das bis heute nachwirkt: Vor genau 150 Jahren unterzeichnete der russische Zar Alexander II. den folgenschweren „Emser Erlass“, der die ukrainische Sprache vollständig aus der Öffentlichkeit verbannen sollte. Die Schau zeigt eindrucksvoll, dass Sprache nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern das Herzstück einer jeden Kultur und Identität ist. Genau hier schlägt das Projekt die Brücke zur Interkulturellen Woche, die das respektvolle Miteinander und den Schutz kultureller Vielfalt feiert.
Die von der jungen ukrainischen Historikerin und Journalistin Tetjana Olijnyk konzipierte Schau dokumentiert, warum der tägliche Schutz der eigenen Sprache im Angesicht des anhaltenden Krieges bis heute ein existenzieller Akt des friedlichen Widerstands ist.
Die Initiative, diese wichtige Schau nach Saarbrücken zu bringen, ging von dem im Saarland lebenden ukrainischen Aktivisten und Publizisten Mykola Matiyuk aus.
Unsere Vorstandsvorsitzende begründet eindringlich, warum diese Ausstellung das Herzstück der interkulturellen Begegnung trifft:
„Diese Ausstellung ist kein reiner Blick in die Geschichtsbücher. Sie ist ein hochaktuelles Zeugnis für die Resilienz des menschlichen Geistes und passt genau deshalb so hervorragend in die Interkulturelle Woche. Vielfalt und Völkerverständigung können nur dort gelingen, wo wir die Identität und die Muttersprache des anderen respektieren und schützen. Sprache ist die Brücke, die uns miteinander verbindet. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger von Herzen ein, diese berührenden Dokumente bei uns zu entdecken, Vorurteile abzubauen und gemeinsam ein Zeichen für die Würde aller Kulturen in einem freien Europa zu setzen.“
— Dr. Lesya Matiyuk, Vorstandsvorsitzende
Die fünf Kapitel der Ausstellung im Überblick
Für die Besucherinnen und Besucher der Vernissage sind alle ausdrucksstarken Bild- und Textdokumente vollständig sowohl auf Deutsch als auch auf Ukrainisch aufbereitet.
Die Schau gliedert sich in fünf thematische Schwerpunkte:
• Geschichte der Verbote: Eine Zeitreise vom zaristischen Emser Erlass 1876 bis zur Verfolgung der ukrainischen Elite im 20. Jahrhundert.
• Die universelle Kraft der Sprache: Sprache als das unverzichtbare Fundament für Bildung, Sozialisation und demokratische Staatlichkeit.
• Das Phänomen „Surschyk“: Ein tiefgründiger Blick auf die sprachlichen Wunden der jahrhundertelangen Kolonialisierung.
• Die Sprache in der Gegenwart: Ein emotionaler Abschnitt über die heutige Realität und die Verteidigung der Identität während des aktuellen Krieges.
• Die Zukunft der Sprache: Ein hoffnungsvoller Ausblick auf die Weitergabe der Kultur an die nächste Generation für ein gemeinsames europäische Haus.
Veranstaltungsdaten & Besuchszeiten
Die Ausstellung bleibt weiterhin geöffnet und lädt zum Nachdenken und interkulturellen Diskutieren ein:
• 📍 Ort: Ukrainisches Haus, Schillerplatz 14, 66111 Saarbrücken
• 📅 Reguläre Öffnungszeiten: Jeden Dienstag und Donnerstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
• ✉️ Kontakt & Gesamtorganisation: Olha Shevchenko (olha.shevchenko@ukrainefreundesaar.de)
S4: Kunst und Kultur
![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | ![]() | ![]() | ![]() |











